Tag des offenen Denkmals 2010

 

Volldampf voraus
Tag des offenen Denkmals am alten Bahnhof zog zahlreiche Besucher an


Überraschend viele Besucher kamen am am Tag des offenen Denkmals, bei bestem Veranstaltungswetter, zu den alten Betriebsanlagen der ehemaligen Hersfelder Kreisbahn nach Schenklengsfeld.

Nach Begrüßung der Gäste durch den 1. Vorsitzenden Uwe Döring betonte die 1. Kreisbeigeordnete, Frau Elke Künholz, in ihrem Grußwort die Bedeutung des Denkmaltages für unser Verständnis von Vergangenheit und Gegenwart. Besonders die jüngere Generation könne davon profitieren, wenn sie die Entwicklungen unserer Kultur am historischen Beispiel kennen lerne, um dann die eigene Zukunft zu gestalten. Auch Bürgermeister Stefan Gensler stellte in seiner Begrüßung fest, dass die Kenntnis des Vergangenen notwendig sei, um die Veränderungen durch neue Einflüsse heute richtig einschätzen und nutzen zu können.


Die Klasse G8.1 der Gesamtschule Schenklengsfeld zeigte in ihrer Projektarbeit „Einblicke in die Geschichte der Kreisbahn“ die positiven Auswirkungen der Kreisbahn auf Bevölkerungs- und Wirtschaftsentwicklung für das Landecker Amt und das Werratal zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Weitere Themenbereiche der Ausstellung waren die Antriebstechniken der Zugmaschinen von den Dampfloks bis zu den dieselhydraulischen Triebwagen, die betrieblichen Höhepunkte nach dem 2. Weltkrieg mit 70 Fahrten täglich und der Niedergang der Kreisbahnlinie nach der Wiedervereinigung. Für ihre Arbeit im Geschichtsunterricht mit Lehrer Andreas Hofsommer erhielt die Schülergruppe einen Geldpreis von der Bürgerstiftung, überreicht von Frau Künholz. Ebenfalls ein Geldpreis ging an die Jugendgruppe, die unter Leitung von Jürgen Baumgardt augenblicklich im Projekt „Lokschuppen“ mit Sanierungsarbeiten beschäftigt ist und den Denkmaltag mitgestaltet hat.

Erinnerungen an das berufliche Leben mit der Kreisbahn und an Fahrten der Personen- und Güterzüge über die 26 Km lange Strecke wurden in einem kurzweiligen Videofilm wach, den Johannes Hesse zusammengestellt hatte. Ehemalige Kreisbahner berichteten von ihren Erlebnissen und besonderen Ereignissen während ihres Fahrdienstes. Vorstand und Mitglieder des Fördervereins Werra-Fulda-Bahn e.V. äußerten in Gesprächen mit Besuchern die Hoffnung, dass in absehbarer Zeit mit Fahrten der Museumsbahn von Schenklengsfeld nach Heimboldshausen gerechnet werden kann.

 

 

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